Immunsystem: Häufig übersehene Risikofaktoren
Der Herbst beginnt und damit lassen auch die ersten Erkältungswellen nicht lange auf sich warten. Viele Menschen achten in dieser Zeit besonders darauf, ihr Immunsystem mit Vitaminpräparaten oder Hausmitteln zu boosten. Dabei gibt es einige Risikofaktoren, die das Immunsystem deutlich stärker beeinflussen können, als vielen bewusst ist.
Stress und Schlafmangel
Chronischer Stress kann die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers ausbremsen und die Anfälligkeit für Infekte erhöhen. Auch Schlaf wird häufig unterschätzt. Während der Nacht finden wichtige Regenerations- und Reparaturprozesse statt. Wer dauerhaft zu wenig schläft, schwächt seine natürliche Abwehr und erhöht das Risiko für Infektionen.
Übergewicht und Nährstoffmangel
Auch Übergewicht kann das Immunsystem beeinträchtigen. Überschüssiges Fettgewebe fördert Entzündungsprozesse im Körper und versetzt die Immunabwehr in einen dauerhaften Alarmzustand, wodurch Krankheitserreger weniger effektiv bekämpft werden können. Das kann die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen und die Erholung nach Erkrankungen erschweren. Nährstoffmangel kann das Immunsystem deutlich schwächen, weil für die Bildung und Funktion von Immunzellen, Antikörpern und Botenstoffen bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß benötigt werden.
Rauchen und Alkohol
Rauchen schädigt die Atemwege und beeinträchtigt sowohl die angeborene als auch die erworbene Immunabwehr. Auch regelmäßiger Alkoholkonsum beeinflusst die Immunfunktion negativ und schwächt wichtige Abwehrmechanismen des Körpers.
Wer seine Abwehrkräfte unterstützen möchte, sollte daher auf einen gesunden Lebensstil achten und bekannte Risikofaktoren möglichst vermeiden um gut durch die Erkältungssaison zu kommen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen bitte an eine Arztpraxis oder unsere Apotheke wenden.